5 Wochen alt – keine gute Woche

Batgirl die Superwitzige

Es fällt mir schwer eine gute Zusammenfassung dieser Woche zu geben, denn es ist etwas passiert, das ich in den letzten bald 13 Jahren Zucht noch nie erlebt habe.

Um erst einmal auch zu beruhigen, den Welpen geht es blendend. Sie nehmen alle gut zu, fressen mittlerweile nicht nur Rinderfaschiertes und Ziegenmilchbrei sondern auch eingeweichtes Spezialtrockenfutter, das ab 3 Wochen gefüttert werden kann.

Kuni ist von Lenas Haaren fasziniert

Sie vertragen alles sehr gut, sind lustig, neugierig, frech und experimentierfreudig. Sie kennen deren Auslauf in der Wohnküche, aber auch den Rest des Raumes, sie haben deren Gartenbereich erkundet, kennen von der Geräuschkulisse heftige Gewitter mit Donner, Blitz und Hagel, die Geräusche des Thermomix, der Kaffeemaschine und andere Küchengeräte sind ihnen schon geläufig.
Ja, sie reagieren sogar schon auf meinen Ruflaut und hobeln lustig heran.

Oma übernimmt

Sie lieben es wenn sich Menschen mit ihnen auseinandersetzen und Khaleesi als Oma und Nika als lustige Spieltante genießen sie auch.

Nika bespaßt die Gang
Mit Uroma wird gekuschelt

Wer sich nun fragt was mit Mama Hakuna ist, der schneidet schon die traurige Komponente dieser Woche an…

Am Mittwoch hatten wir noch super lieben Besuch von Hakunas Schwester Iki und co, zu denen eine der Hündinnen ziehen wird.

Hakuna und Batman kontrollieren
Batgirl 4 Wochen

Am Abend habe ich noch voller Freude die ersten Stehfotos mit 4 Wochen unter der strengen Überwachung von Hakuna gemacht, die dann noch die Reste des Faschierten auffressen durfte. Auch habe ich am Abend, wie ich es täglich mehrfach mache Hakunas Gesäuge angeschaut. Dabei ist mir zwar aufgefallen, dass die rechte hinterste Zitze im Vergleich zur anderen etwas größer wirkte , aber der Unterschied war für mich eigentlich nicht besonders auffallend. Also gingen wir schlafen bis ich um 2:00 in der Früh von Hakuna geweckt wurde, neben mir in ihrem Bettchen sitzend, stark hechelnd und den Kopf gesenkt haltend. Auch zitterte sie leicht. Ich dachte anfangs sie müsse raus, aber sie stand nur mit aufgezogenem Rücken und eingezogenem Schweif, bewegungslos da. Wieder rauf und einen Fieberthermometer geholt. Fast 40 Grad und vor meinem inneren Auge lief ein Film ab mit möglichen Ursachen. Ich dachte ganz besonders an Eklampsie, ein Kalziummangel den säugende Hündinnen erleiden können, die in Krämpfen und steifem Gang übergehen. Unbehandelt kann das tötliche Folgen haben. Ich rief sofort die Tierklinik an und wir fuhren hin. Dort begann Hakuna auch noch zu speicheln, dass es gerade so aus ihrem Maul tropfte. Der Tierarzt überprüfte sogleich den Allgemeinzustand und nahm Blut ab. Dabei fiel ihm und dann auch mir auf, dass die eine Zitze nun deutlich größer war. Er stellte schon die Vermutung in den Raum, dass es sich eventuell auch um eine Mastitis handeln könnte. Aber es kam nur weiße Milch, kein Blut oder Eiter wenn man die Zitze zusammen drückte. Solange das Blutbild ausgewertet wurde untersuchte der Tierarzt mittels Ultraschall die Gebärmutter, die aber schon vollständig zurückgebildet war. Auch die anderen Organe waren unauffällig. Auch ein EKG lief nebenbei, ebenfalls nicht beunruhigend. Dann das Blutbild. Kalzium war normal aber das weiße Blutbild war stark unter dem Normalwert. Der erste Verdacht des Tierarztes bestätigte sich. Sofort wurde eine Infusion mit Schmerzmittel, Entzündungshemmer und vor allem Antibiotika gegeben. Dann ging es ab nachhause um um 9:00 wieder zur Kontrolle zu fahren. Als wir dann wieder in der Tierklinik waren hatte Hakuna noch immer hohes Fieber und die Zitze wurde auf der Innenseite blau. Sie bekam über 2 Stunden eine weitere Infusion mit einem zweiten Antibiotikum. Sie war so brav…
Am Abend wieder zur Kontrolle und noch eine Miniinfusion. Der mittlerweile schon etwas nekrotische Teil der Zitze wurde immer größer, trotzdem wollten wir noch warten. Hakuna hatte echt Schmerzen und bald brach der Teil an einer Stelle auf. Vorher hatte ich noch versucht die harte Zitze öfters weich zu massieren und Topfenumschläge zu machen. Nachdem die Zitze am Freitag Abend aufgebrochen war ließ ich sie am Samstag Vormittag noch einmal kontrollieren. Der Tierarzt meinte wir warten noch bis Montag, vielleicht könne man dann entscheiden ob man ohne OP oder zumindest diese noch verschieben könne, da es Komplikationen wegen der noch einschießenden Milch geben könnte. Am Sonntag war dann eine zweite aufgebrochene Stelle zu sehen. Mein spülen mit Kochsalzlösung und abtupfen ließ Hakuna geduldig über sich ergehen aber ihre Schmerzen waren die Hölle. Sie lag seit Donnerstag fast nur in ihrem Bettchen, es ging ihr so schlecht… Das Zuschauen und nichts dagegen machen können ist so zehrend.
Schlussendlich blieb uns am Montag nur eine Möglichkeit. Der Zitzenkomplex wurde operativ entfernt. Ich war so erleichtert als wir sie gestern nach der OP wieder holen konnten….
Natürlich hat sie wegen der Wunde jetzt noch Schmerzen aber man sieht jetzt schon dass es ihr besser geht.

So ein Schock, so viel Elend und das traurigste, sie konnte nicht mehr zu ihren Welpen… Ich hoffe, dass die Wunde schnell heilt und sie dann ihre 5 Zwerge wieder genießen kann!

Fotos von Hakunas Zitze erspare ich euch. Von den 5 Welpen gibt es die nächsten Tage einzelne Updates und Fotos und ich versuche sie ein bisschen zu Charakterisieren.

6 Kommentare zu “5 Wochen alt – keine gute Woche”

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  1. Channolas - 07.07.2020 at 22:38

    Wir sind unheimlich froh und erleichtert, das die OP gut verlaufen ist und es der tapferen Kuni schon besser geht. Hoffen sehr, das sie bald wieder schmerzfrei ist und zu ihren Welpis kann. Alles Gute Liebe Kuni-Bluni <3

  2. Hechenblaikner Sylvia - 07.07.2020 at 22:45

    Die arme Hakuna ,das müssen ja schlimme Schmerzrn sein und dann noch das getrennt sein von Ihren Babys. Aber Gott sei Dank ist sie schon wieder auf den Weg der Besserung!!!!! Wünsche ihr weiterhin gute Besserung und das sie bald wieder zu Ihren Kindern darf.!!!!!!!!! Schön ,daß du so tolle Babysitter hast!!!!!!!!

  3. christian dalmatiner - 08.07.2020 at 05:29

    Jeza geht’s wieder aufwärts, werd’s sehen !!!! Viele Grüße aus Kärnten, Iki & Co

  4. Katja - 08.07.2020 at 06:43

    Gute Besserung, liebe und so tapfere Hakuna. Sicher bist du bald wieder bei den Welpis.

  5. Nici, Andi mit Mia, Annabelle und Merlin - 08.07.2020 at 22:50

    So ein Schock….soviel Traurigkeit und Tränen hatte ich in den Augen als ich diese Zeilen gelesen habe….arme Kuni die so tapfer alles über sich ergehen ließ und Sabine und Andi die ihr so zehrende Stunden überstehen musstet in denen ihr nicht wusstet wie es weitergeht……gott sei Dank hat Hakuna dank eurer guten Pflege und dem Einsatz der Tierklinik die OP gut überstanden und kann nun wieder gesund und vorallem Schmerzfrei werden. Liebe Kuni wir wünschen dir gute Besserung und eine schnelle Heilung deiner Wunden damit du deine 5 süßen Welpis wieder so richtig genießen kannst.

  6. Kathrin - 09.07.2020 at 18:07

    Gute Besserung Hakuna!!!!!

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